THE CANCER CODE

by Mike and Bettina Jetter with Hobart Swan

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 In Deutsch

Sometimes companies spring to life fully formed, engineered down to the rug color by savvy entrepreneurs intent on capturing an untapped market. This is not how our software company Mindjet came to be. On the contrary, when we (Mike and Bettina) founded Mindjet, we never really intended to start a company. In Germany, where we were born, raised, and married, the preferred route to success was to get a good job in a stable company and work your way up the ladder. Then unexpected events put us off of that path for good.

In the winter of 1989, I had just begun my first job as a computer programmer when I was diagnosed with Chronic Myeloid Leukemia. We and a close circle of friends spent the  next year and a half struggling to save my life and won. Or so it seemed. Three years later, a relapse sealed me inside the isolation wing of a cancer ward with little chance of survival. As an ambitious young man facing my own mortality, I resolved to leave my final mark on the world a new breed of software that would turn ideas into images and images into action.

Our initial software laid the ground stone for a multimillion-dollar, award-winning, international company called Mindjet. More important, the battle against cancer transformed our lives, helping us understand the true meaning of success.

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Buch Beschreibung

Die Entstehung mancher Unternehmen wird von findigen Geschäftsleuten, die sich einen neuen Markt sichern wollen, bis ins kleinste Detail geplant. Auf ganz andere Weise entstand dagegen das Softwareunternehmen Mindjet. Wir (Mike und Bettina) hatten niemals eine eigene Firma haben wollen. Wir sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, haben hier geheiratet und planten ein ganz traditionelles Leben mit einem sicheren Beruf, in dem man langsam auf der Erfolgsleiter nach oben steigt. Doch dann geschah etwas, das uns für immer aus dieser Bahn werfen sollte.

Gerade hatte ich als Softwareentwickler zu arbeiten begonnen, als im Winter 1989 bei mir chronische myeloische Leukämie diagnostiziert wurde. In den nächsten anderthalb Jahren kämpfte ich mit Bettina und einem kleinen Kreis von Familienangehörigen und Freunden um mein Leben. Zu Anfang schien es, als hätten wir den Kampf tatsächlich gewonnen. Doch nach drei Jahren musste ich in den Isolierraum der Krebsstation zurückkehren und hatte nur eine geringe Überlebenschance. Mit meiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert, wollte ich als ambitionierter junger Mann der Welt wenigstens eine Art Vermächtnis hinterlassen - eine neue Software, die Ideen in Symbole und Symbole in effiziente Arbeitspläne verwandelt.

Diese Software war der Grundstein des Unternehmens Mindjet, das mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Vor allem jedoch bedingte der Kampf gegen den Krebs einen Wandel in unserem Leben und ließ uns erkennen, was wahrer Erfolg ist.
 

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1. Kapitel: Der Überfall 

Uli war es nicht gewohnt, einen Kombi zu fahren, und so drückte sie die Nase des Passats in einen Schneehaufen am Ende des Parkplatzes. Eine Kaltfront Anfang Februar hatte München in der vergangenen Nacht über 25 Zentimeter Schnee beschert. Den ganzen Morgen waren die Hausmeister des Krankenhauses damit beschäftigt gewesen, den Schnee an die Parkplatzränder zu schieben. Doch ein ungewöhnlich warmer Tag hatte das Schmelzwasser in kleinen Bächen wieder auf die geteerte Fläche zurückfließen lassen. Inzwischen war es acht Uhr an einem eiskalten Freitagabend, und nun überzog das gefrorene Wasser den Asphaltbelag wie Spinnweben. 

Nachdem Uli geparkt hatte, stieg sie auf der Fahrerseite aus. Bettina, die ein Paket an sich drückte, öffnete die Beifahrertür. Vorsichtig gingen meine Schwester Uli und meine Frau Bettina zum Haupteingang, fuhren mit dem Aufzug in den zweiten Stock und marschierten zu meinem Zimmer, um mich zu befreien. 

Seit ich vor fünf Tagen, am 28. Januar 1990, ins Krankenhaus gekommen war, lag ich mit einem älteren Patienten zusammen in einem Eckzimmer. Sein aufgedunsenes, bläulich- blasses Gesicht konnte ich nur sehen, wenn die Vorhänge um unsere Betten zur gleichen Zeit zurückgezogen wurden; miteinander geredet hatten wir nie. Aus Gesprächen wusste ich allerdings, dass er unter Herzbeschwerden litt und eine akute Lungenentzündung hatte. Über seinem Bett hing ein ganzes Sortiment piepender, surrender und klickender Geräte, die seinen labilen Gesundheitszustand aufzeichneten. In der Nacht zuvor hatte ich unruhig geschlafen, denn immer wieder hustete er trocken und stoßweise, versuchte mühsam, sich von der Flüssigkeit in seiner Lunge zu befreien. 

Unsere großen Metallbetten standen an der Wand, dazwischen befand sich ein altes Kippfenster mit heruntergelassener Jalousie, deren Lamellen nun geschlossen waren, damit die Lichter der benachbarten Bürogebäude nicht eindringen konnten. An jedem Bett stand ein Nachttisch aus Edelstahl. Der Nachttisch meines Zimmergenossen war leer. Auf meinem befanden sich eine Uhr, ein Glas Wasser, mein Walkman und zwei Computerzeitschriften.

 

An diesem Morgen war ich von einem Krankenpfleger geweckt worden, der mich aufforderte aufzustehen, damit er die Laken wechseln konnte. Ich hatte mich bei den Ärzten schon darüber beschwert, dass man mich so behandelte, als wäre ich vollkommen gesund. Seit meiner Aufnahme hatte ich nur eine Spritze Morphium gegen die stechenden Schmerzen in meinem Bein bekommen. Nach einem halben Dutzend neurologischer Untersuchungen, nach diversen Blutbildern und Röntgenaufnahmen waren die Ärzte immer noch nicht in der Lage, den Ursprung der Schmerzen zu lokalisieren. Dem Krankenhauspersonal schien dafür zu Ohren gekommen zu sein, dass der Typ von Zimmer 305 nur simuliere. 

Ich war also nicht gerade in bester Stimmung, als mein behandelnder Arzt ins Zimmer kam. In herablassendem Ton erklärte er, dass er keine weiteren Untersuchungen veranlassen werde, denn offen gesagt wisse er nicht, wie er mich behandeln solle. Im Gegensatz zu den Beschwerden meines Zimmergenossen mit seinem schwachen Herzen seien die Schmerzen in meinem Bein nur Einbildung. 

Das reichte; als Bettina mich mittags besuchte, machte ich das unmissverständlich klar. Sollte ich weiterhin 24 Stunden am Tag unter quälenden Schmerzen leiden müssen, die ein inkompetenter oder desinteressierter Arzt als ein Nichts abtat, würde ich aus dem Fenster des zweiten Stocks springen. 

Sechs Stunden später stand Bettina neben meinem Bett, und mit ihr eine Fahrerin für den Fluchtwagen...


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